Wissenswertes

Was bedeutet eigentlich der Begriff der Nachhaltigkeit, derzeit in aller Munde?

ÖKOLOGISCHE ASPEKTE
Hersteller, die die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren – von den Rohstoffen und Zutaten über die Produktion bis hin zur Nutzung durch den Konsumenten und letztlich bis hin zur Entsorgung oder Wiederverwendung, wie z.B.:
• Verwendung von erneuerbaren Ressourcen entlang der Lieferkette
• Vermeidung von Abfällen, die während der Fertigung und durch den Einsatz von Produkten anfallen
• Vermeidung von toxischen Substanzen entlang der Lieferkette
• Befolgen des Grundsatzes „Reduce, Reuse, Recycle or Compost“
• Unterstützung von Forschung und Innovation nachhaltiger Produkte

SOZIALE ASPEKTE
Damit ist gemeint, dass die Dinge unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden und die Produktion eine nachhaltige Entwicklung fördert – zum Beispiel:
• Einhaltung der ILO-Konventionen (International Labour Organisation)
• Bezahlung von existenzsichernden Löhnen
• Schutz des geistigen Eigentums
• Unterstützung von Handwerk und traditionellen Fertigkeiten
• Unterstützung von lokalen Märkten, Genossenschaften und innovativen Geschäftsmodellen

ASPEKTE DER TRANSPARENZ
Die Unternehmen sollten ihre Tätigkeiten so transparent wie möglich gestalten, um ihre Lieferketten zu kontrollieren und nachhaltig weiter zu entwickeln – zum Beispiel:
• Kenntnis aller Lieferanten, die an der Produktion beteiligt sind, sowie die Bereitschaft, diese unter Wahrung der Vertraulichkeit zu nennen, um Angaben zur Nachhaltigkeit zu begründen
• Unterstützung von Kooperativen und Initiativen, die sozialen und ökologischen Mehrwert schaffen

Jeder redet über „Bio“. Doch dieser Begriff ist im Textilbereich nicht geschützt. Wie kann ich erkennen, wie ökologisch einwandfrei ein Produkt tatsächlich ist?

Nur wenn bei einem Produkt die geschützten Siegel oder Bezeichnungen „kontrolliert biologischer Anbau (kbA)“, „kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT), die Qualitätszeichen von IVN oder der „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) stehen, handelt es sich wirklich um einen ökologischen Artikel. Naturfasern, Bio-Baumwolle und fair gehandelte Wolle stehen in ihrer Qualität konventionellen Materialien in nichts nach, ganz im Gegenteil. Diese Naturmaterialien werden auch von Allergikern gut vertragen und z.B. die GOTS zertifizierte Baumwolle ist unglaublich weich. Qualität, Tragekomfort und Lebensdauer sind in der Regel höher als bei den sogenannten Billigtextilien, das gleiche gilt für Bettwäsche, Handtücher etc. Viele kleine und große Modelabels mit ökologischem, fairem und sozialem Bewusstsein bieten inzwischen das komplette Kleidungsspektrum an, von der modischen Unterwäsche bis zur handgestrickten Mütze aus kbT-Schurwolle.

Was ist eigentlich Upcycling?
Upcycling beschreibt einen Prozess, bei dem aus scheinbar wertlosen Abfallmaterialien mittels kreativem Prozess höherwertige Produkte entstehen. Damit steht Upcycling für die Schaffung neuer Produkte. Auch wenn man es manchen Upcycling Produkten nicht ansieht, es geht primär nicht darum, ein Kunstwerk zu schaffen, sondern um ästhetische Gebrauchsgegenstände. Aus diesem Grunde sind Upcycling-Produkte hochwertig verarbeitet, denn es geht um Ästhetik und um Qualität. Zudem reflektieren Upcycling Produkte zwei wichtige Trends unserer Zeit: Umweltverantwortung und Individualität. Dadurch, dass Upcycling aus Altprodukten entsteht, sind alle Stücke Unikate. Somit sind sie einzigartig und unterstreichen die Individualität der Trägerin bzw. des Trägers.
Der Begriff des „Upcycling“ kam jedoch schon 1994 auf, in einem Interview von Thornton Kay mit Reiner Pilz. Aus der Industrie ist bereits das Recycling bekannt, bei dem aus vorhandenen Rohstoffen Neues entsteht.

Gebrauchsdesign aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung, bei uns z.B. von Side by Side, Werkhaus, Via Werkstätten und 1 OF A KIND:
„Werkstattdesign“ verbindet modernes Design, Funktionalität und Qualität. Werkstätten und Integrationsunternehmen legen Wert auf hochwertiges Material, tadellose Verarbeitung und langlebige Qualität. Ein hoher handwerklicher Anteil bei der Fertigung, die Integration ins Arbeitsleben der Menschen mit Behinderung sowie eine umweltfreundliche Produktion stehen im Vordergrund.

 

 

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